Ja, ein neues Programm!

Ja, ich befinde mich in den Proben zu einem neuen Programm!

Ja, ich habe das Vergnügen, mit der Musikerin Hella von Ploetz in einer experimentellen Hommage an Kurt Schwitters mitzuwirken.

Ja, das Programm hat auch einen Titel:

WIRR – WOO – LAAS

Ja, die Zusammenarbeit mit Hella von Ploetz ist für mich eine neue, anstrengende, besonders aber auch sehr schöne Herausforderung.

Ja, mit Kurt Schwitters wird haupsächlich die „Ursonate“, die sehr oft auch „Sonate in Urlauten“ genannt wird, in Verbindung gebracht.

Ja, aber Kurt Schwitters ist vielmehr als die Ursonate. Sein Name steht für Collagen, Installationen, er hat zeitlebens gezeichnet und Gedichte geschrieben.

Ja, die Gedichte stehen auch in dem neuen Programm im Vordergrund. Aber eben nicht nur. Vielmehr ist es unser Anliegen, den Künstler Kurt Schwitters mit seinem gesamten Schaffen zu würdigen.

Ja, für mich sind es vor allem die Sprache und Lautdichtung Schwitters`, die mich an diesem Programm reizen und mich an Grenzen bringen die ich bisher nicht kannte. Sowohl die naturalistischen Gedichte als auch die Lautpoesie stellen eine besondere Herausforderung für mich dar. Zum Anderen ist es eine spannende Erfahrung, das Zusammenspiel von Text, Musik, Bewegung und verschiedenen Materialien in Einklang zu bringen.

Ja, es ist für mich ein aufregender Prozess, zu erleben, welchen Rhythmus seine Lautgedichte beim Rezitieren entwickeln. Da enstehen wahre Lautfeuerwerke in den scheinbar wahllos aneinandergereihten Buchstabenfolgen, die eher an Musik als an ein Gedicht erinnern.

Ja, die beeindruckenden Klänge, die Hella von Ploetz zu den Gedichten von Kurt Schwitters mit der Glasharfe (Cristal) schafft, lassen eine fast mystische Stimmung entstehen. Natürlich ist es auch die imposante Erscheinung des Instruments, das fast schon allein ein Bühnenbild darstellt. Mich verzaubern diese Töne immer aufs Neue, wenn durch scheinbar müheloses Reiben von Glasstäben die Klänge auf das Resonanzsegel übertragen werden und so ein außergewöhnlicher Sound entsteht.

Ja, es ist mir eine Freude, als Teil dieses Programms an den Künstler Kurt Schwitters zu erinnern.